Da
die Mühlenroute, die ohnehin nur fünf Mühlen erfasst, schon
seitens der Stadt Großenhain in Frage ge-stellt wird, um
berechtigterweise (wie noch gezeigt wird) die Röderradroute zu
stärken, sollte aus touristi-scher Sicht gefragt werden, wie eine
Route im Elbe-Röder-Dreieck sinnvoller geplant werden kann, die
neben Elberadweg und Röderradroute Bestandskraft hätte.
Beispielsweise sind die Dörfer östlich von Zabeltitz, die zur
Großenhainer Pflege gehören, bisher von keinem Radwegenetz
erfasst. Zwischen der Zabeltitzer Röderaue und dem Raschütz ist
eine „radwegefreie Zone“. Die hier „versteckten“
touristischen Attraktionen erlebbar zu machen, ist auch eine Aufgabe
von politischer Bedeutung. Es gilt, Argumentationen entgegenzuwirken,
die Großenhainer Pflege sei eine ausgeräumte Kulturlandschaft mit
großen Ackerflächen von geringem Erholungswert, die zudem durch den
Klimawandel von Austrocknung bedroht ist und durch den demografischen
Wandel von Wegzug und Überalterung.
Beispielhaft
für das Inwertsetzungspotential der Großenhainer Pflege seien
genannt
Torflöcher
bei Nasseböhla- Grödener Berge mit dem Heideturm
- Schloss Oelsnitz
- der Raschütz
- Basispunkt der Sächsischen Landvermessung
- kleine, zum Teil sehr alte Dorfkirchen der Pflege, wie Blochwitzer Kirche mit dem Pilgerstein
- „untergegangene“ Pilgerstätte in Ponickau
- „Brunnenwunder Ponickau“
- Galgenberg bei Liega (Aussichtspunkt)
Quelle: DR. BRENNER INGENIEURGESELLSCHAFT MBH Dresden, Große Kreisstadt Großenhain, Radwegekonzept, Fortschreibung 2011 ENTWURF Projekt-Nr.: 210D136510 P:\VP\GROSSENHAIN\D1365_RADVERKEHRSKONZEPT\WORD\1365EB02.DOC 19.10.2011) Seite 33
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