Nach 6 Jahren hatte das Radwegenetz des Dresdner Heidebogens eine Rundumkontrolle nötig.
Um
festzustellen an welchem der rund 300 Radkilometer es klemmt, wurde
jeder einzelne von ihnen unter die Lupe genommen. Wegebeschaffenheit,
Qualität der Beschilderung, Anbindung an den öffentlichen
Personennahverkehr, Anbindung an Gastronomie und Beherbergung,
Vernetzung mit anderen touristischen Region, Vernetzung mit dem
Elberadweg, Informationsgehalt und und und wurden geprüft und beurteilt.
Aus den Prüfergebnissen entstand ein Maßnahmenplan, der ganz konkrete
Handlungsempfehlungen für die Region bereithält.
Eine Empfehlung, die
durch die touristische Gebietsgemeinschaft am Dienstag, dem 28. August 2012,
bereits einstimmig bestätigt wurde, ist die Umbenennung des
Mühlenrundwegs (Symbol ist das dunkelrote "H" in Form eines Torbogens) in Rundweg
Großenhainer Pflege. An der Logogestaltung ändert sich nichts. Das "H" in verschiedenen Farben kennzeichnet alle Wege der Heidebogen-Region.
Gründe für die Umbenennung sind die Kriterien des ADFC Deutschland, der an die
Gestaltung von touristischen Radwegen hohe Maßstäbe setzt. So ist zum
Beispiel die Unverwechselbarkeit des Namens ein K.O.-Kriterium bei der Zertifizierung.
Mühlenwege gibt es allein im Landkreis Meißen derer fünf, so TGG
Mitglied und Kreiswegewart Hans-Jochen Gramann. einw eiterer Gtrund ist die
Inwertsetzung der Begriffs Großenhainer Pflege als sehenswerte
Naturräumlichkeit. Und natürlich können unter der Bezeichnung
Großenhainer Pflege neben den Mühlen weitere Sehenswürdigkeiten
vermarktet werden. Der Basispunkt der Sächsischen Landvermessung, die
kleinen, zum Teil sehr alten Dorfkirchen der Pfllege, wie die
Blochwitzer Kirche mit dem Pilgerstein und die „untergegangene“
Pilgerstätte in Ponickau mit dem „Brunnenwunder“ sollen hier als
Beispiel genannt sein.
Neben der neuen Namensgebung wird der
Rundweg Großenhainer Pflege weiter qualifiziert. So wird die Wegeführung
über den Kupferberg gelegt, um das 3-Sterne-Haus Hotel Kupferberg und
den Waldpark an das Wegenetz anzubinden. Außerdem wird der Bahnhof und
die Gemeinde Priestewitz zum Rundweg gehören. Die Anbindung an den
Bahnverkehr aus und nach Dresden wird damit sicher gestellt.
Zukunftsthema
wird die erweiterte Wegeführung nördlich der B98 zwischen Großenhain
und Brößnitz sein, um dieses bisher radtouristisch unberührte Gebiet zu
erschließen. Sehenswert sind dort unter anderem die Torflöcher bei
Nasseböhla, die Grödener Berge mit dem Heideturm, die Blochwitzer Kirche mit dem Pilgerstein, das Schloss Oelsnitz
und die Stange Mühle in Brößnitz.
www.heidebogen.eu
Ruhige Straßen, aber auch gute Wald- und Feldwege verbinden Geschichte, Technik, Kultur und Freizeit der Großenhainer Pflege miteinander. Der Radler entdeckt am Wege Mühlen aller Art für die verschiedensten Zwecke. Direktvermarkter bieten Kindern und Erwachsenen Einblicke in Ihre Höfe. Seen und Teiche sowie ausgedehnte Auen entlang der Großen Röder laden zum Verweilen ein. Dem Kulturinteressierten werden in den Schlössern Schönfeld und Lauterbach Veranstaltungen verschiedenster Art geboten.
Dienstag, 4. September 2012
Montag, 3. September 2012
Mühlenwegen fehlt der Alleinstellungscharakter
Wege mit namentlichem Bezug auf Mühlen gibt es hunderte, im Kreis Meißen allein fünf. Der Mühlenrundweg im Heidebogen (rot) verbindet nur acht Mühlen (Pins in der Karte), die Mühlenroute im Elbe-Röder-Dreieck (grün) sogar nur fünf und verläuft zwischen den beiden roten Pins fast identisch mit der Röderradroute (violett).
Mühlenroute (ERD) und Mühlenrundweg auf einer größeren Karte anzeigen
Mühlenroute (ERD) und Mühlenrundweg auf einer größeren Karte anzeigen
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